Warum Studierende der Geisteswissenschaften die besseren Gründerinnen und Gründer sein könnten

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„Ich? Gründen? Niemals!“ – Ein Gedanke, den viele kennen

Vielleicht kennst du diese Szene: Du sitzt in der Mensa, während die WiWi-Kommilitoninnen und Kommilitonen von „Pivot-Strategien“, „Business Models“ und „Equity“ berichten. Du snackst weiter deinen Kaiserschmarrn und denkst dir: Schön für euch – aber was hat das mit mir und meinem geisteswissenschaftlichen Studium zu tun?

Tatsächlich: eine ganze Menge.
Und genau hier kommt das ZENTRIA-Zusatzstudium für Entrepreneurship Education ins Spiel.

Denn die Welt der Startups besteht nicht nur aus Excel-Tabellen, Finanzprognosen und Pitch-Decks. Oft sind es Geschichten, gesellschaftliche Impulse oder kreative Lösungen, die Projekte zum Erfolg bringen – genau die Stärken, die geisteswissenschaftliche Studierende in ihrem Alltag ständig einüben. Genau deshalb sind Geisteswissenschaften und Gründungen enger verbunden, als man denkt.

Die Superkraft der Geisteswissenschaften: Komplexe Dinge verstehen – und verständlich machen

In einem geisteswissenschaftlichen Studium lernst du, kritisch zu denken, komplexe Inhalte zu durchdringen, gesellschaftliche Entwicklungen zu analysieren und große Fragen zu stellen: Warum handeln Menschen, wie sie handeln? Wie funktionieren Kommunikationsprozesse? Wie entsteht gesellschaftlicher Wandel?

Das klingt immer noch nicht so, als würde es in der Startup Welt helfen einen geisteswissenschaftlichen Hintergrund zu haben? Vergiss nicht: Innovationen beginnen meistens mit einer Frage. Und zwar in der Regel nicht mit: „Wie viel Umsatz kann ich machen?“, sondern mit: „Welches Problem gibt es – und wie kann ich es lösen?“

Genau darin sind Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler richtig gut.
Viele Tech-Gründerinnen und Gründer können programmieren, aber nicht so gut erklären, wofür ihre Erfindung eigentlich relevant ist. Du dagegen kannst Narrative entwickeln, Zielgruppen verstehen, Trends erkennen und Visionen kommunizieren. Das ist kein „Nice-to-have“ – das ist ein echter Wettbewerbsvorteil. Startups brauchen Visionen. Und Visionen brauchen Sprache.

Startups brauchen mehr als Zahlen: Sie brauchen Menschen, Werte und Perspektiven

Eins ist klar: Moderne Gründerteams sind idealerweise interdisziplinär. Es reicht nicht, ein Produkt zu bauen. Man muss es begründen, erklären, ethisch reflektieren, kommunizieren und in einen gesellschaftlichen Kontext einordnen.

Klingt nach deinem täglich Brot? Genau!

Drei Bereiche, in denen Studierende der Geisteswissenschaften glänzen:

  • Storytelling & Kommunikation: Jede Idee braucht eine gute Geschichte.
  • Ethik & Verantwortung: der Einsatz von KI, Fragen rund um Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Impact – all das sind geisteswissenschaftliche Domänen.
  • Kulturelle Kompetenz: Märkte bestehen aus Menschen – und das Verständnis für diese kommt selten allein aus Rechenmodellen.

Hättest dus gewusst? Viele erfolgreiche Startups werden von Menschen gegründet, die aus den Bereichen Kulturwissenschaft, Philosophie, Pädagogik oder Sprachwissenschaft kommen. Denn wer gesellschaftliche Entwicklungen kennt, gründet oft mit echtem Purpose. Da ist zum Beispiel Literaturwissenschaftlerin Anna Yona, die Wildling Shoes gegründet hat oder Palantir-Founder Alex Karp, der Philosophie studierte.

„Aber ich hab doch keine Ahnung von Business-Aspekten.“ – Das kannst du lernen

Hier kommt der vielleicht wichtigste Punkt:
Du musst nicht wissen, wie man gründet. Genau dafür ist ZENTRIA da, dein Entrepreneurship-Zusatzstudium an JMU, THAB und THWS.

Das Zusatzstudium bietet dir:

  • verständliche Einführungen in Geschäftsmodelle und Finanzierung
  • Workshops, in denen du selbst kreativ Lösungen entwickelst
  • echte Gründungsstories und Best Practices
  • ein Netzwerk von motivierten Studierenden aller Fachrichtungen

Niemand erwartet, dass du bereits ein halbfertiges Startup-Konzept in der Schublade hast. Die meisten Teilnehmenden kommen ohne konkrete Idee und entwickeln sie erst während des Studiums. Also, mach mit! Damit auch du sagen kannst: „Ich habe nicht trotz meines geisteswissenschaftlichen Backgrounds gegründet, sondern wegen ihm.“

Warum jetzt der perfekte Zeitpunkt ist

Interdisziplinäres Denken, Kreativität, Kommunikationsstärke, Werteorientierung – all das wird in Zukunft noch wichtiger werden. Ein Entrepreneurship-Zusatzstudium bedeutet nicht, dass du danach zwingend ein Startup gründen musst. Es bedeutet:

  • du lernst, Ideen zu entwickeln und umzusetzen
  • du wirst innovativer und selbstsicherer
  • du entdeckst unternehmerisches Denken als Methode – nicht als Lebensstil

Ob du später ins Kulturmanagement gehst, in der Wissenschaft bleibst, ein Museum digital transformierst oder eine NGO startest – eine Prise Entrepreneurship ist überall hilfreich.

Und denk immer dran: Studierende der Geisteswissenschaften bringen genau die Kompetenzen mit, die innovative Projekte benötigen: kritisches Denken, Kreativität und Reflexion. Das ZENTRIA-Zusatzstudium hilft dir, diese Fähigkeiten zu nutzen – und dank ihnen neue Wege zu gehen. Vielleicht sitzt du nächstes Semester wieder in der Mensa, hörst den WiWi‑Studis zu … und denkst dir diesmal: „Das wär doch was für mich?!“